{"id":2302,"date":"2020-07-20T08:04:48","date_gmt":"2020-07-20T06:04:48","guid":{"rendered":"https:\/\/improflair.at\/momentum\/?page_id=2302"},"modified":"2020-11-03T20:20:53","modified_gmt":"2020-11-03T19:20:53","slug":"impro-grundformen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/improflair.at\/momentum\/impro-grundformen\/","title":{"rendered":"Impro-Grundformen"},"content":{"rendered":"\n<p>F\u00fcr alle Improvisationsmethoden ist ein Publikum im herk\u00f6mmlichen Sinn keine Voraussetzung, ebenso wenig wie eine konventionelle <a href=\"https:\/\/improflair.at\/momentum\/faqs\/was-ist-eine-buhne\/\">B\u00fchne<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Assoziationsmethoden<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine sehr basale Form ist im Kreis zu stehen \u2013 wobei dies grunds\u00e4tzlich auch in Tandems umsetzbar ist \u2013 und aufeinander zu zeigen oder Impulse mit Hilfe von Klatschen weiterzugeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiters kommen Gesten und\/oder Laute, Gesang und Worte (bzw. S\u00e4tze) zum Einsatz, z. B. Varianten von \u201eWort f\u00fcr Wort&#8220;- und \u201eSatz-f\u00fcr-Satz\u201c &#8211; Spielen. Bei diesen geht es um das unmittelbare Reagieren auf Worte, die jemand anders vorgibt, die Co-Creation von Geschichten. Die Methoden der Wortassoziationen sind schnell erkl\u00e4rt, wobei schon in der Phase des Erkl\u00e4rens Lernende \/ Teilnehmende miteinbezogen werden k\u00f6nnen, da etwa das Wort-Ping-Pong mit einem \/ einer Anwesenden umgesetzt und so praktisch demonstriert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Assoziationsmethoden sind rasch umsetzbar und f\u00fchren zu einer gro\u00dfen Menge an \u2013 im Sinn von Bricolage \u2013 Repertoire f\u00fcr darauf aufbauende Improvisationsmethoden oder andere Schritte innerhalb eines Ablaufs. <a href=\"https:\/\/improflair.at\/momentum\/kb\/assoziationsmethoden\/\">mehr zu Assoziationsmethoden<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Assoziatives Handeln kann ebenso im Zuge des <a href=\"https:\/\/improflair.at\/momentum\/kb\/raumlauf\/\">Raumlaufs<\/a> und bei der Verwenung von <a href=\"https:\/\/improflair.at\/momentum\/kb\/korperbilder\/\">K\u00f6rperbildern<\/a> eingesetzt werden. Bei Assoziationsmethoden ist zudem das Prinzip der <a href=\"https:\/\/improflair.at\/momentum\/faqs\/was-ist-und-was-bewirkt-verfremdung\/\">Verfremdung<\/a> sehr wichtig, wobei ebenso mit der Art der Sprache sowie dem Setting und den Genres experimentiert wird. Ebenso eine Form von Assoziationsmethode ist das <a href=\"https:\/\/improflair.at\/momentum\/knowledgebase\/assoziationsmethoden-ubersicht\/assozieren-mit-bildern\/\">assoziative Zeichnen<\/a> oder der Einsatz von Rich Picture<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">K\u00f6rperbilder<\/h2>\n\n\n\n<p>Mit K\u00f6rperbilder gemeint ist das Einnehmen von bestimmten K\u00f6rperpositionen bzw. durch verbale Anweisungen oder gegenseitiges Ber\u00fchren andere zu diesem einzuladen. Ein wichtiger Ausgangspunkt daf\u00fcr ist die Tradition des Statuentheaters nach Boal (1985). Durch die Kombination von K\u00f6rperbilder k\u00f6nnen ebenso Abl\u00e4ufe, Ereignisse, Gedankeng\u00e4nge usw. visualisiert werden. <a href=\"https:\/\/improflair.at\/momentum\/kb\/korperbilder\/\">mehr<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Raumlauf<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Grundprinzip des bewussten Gehens bzw. Des Raumlaufes ist: Anwesende bewegen sich gemeinsam durch den Raum in verschiedensten Varianten. Viele Elemente daraus k\u00f6nnen bis zu einem gewissen Grad auch im Stehen, etwa in einem H\u00f6rsaal mit fixiertem Mobiliar und kaum Bewegungsoptionen umgesetzt werden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Gearbeitet wird dabei auch mit Methoden der Verfremdung, hier die Variation sowie das Austesten von Aspekten wie u. a. Geschwindigkeit, Schrittl\u00e4nge, aufrechtes \/ geb\u00fccktes Gehen, enge \/ offene K\u00f6rperhaltung, Ausdr\u00fccken von Emotionen, Nachvollziehen (Nachgehen) von Erlebten bzw. von Bef\u00fcrchteten und Erw\u00fcnschten usw. Im Raumlauf k\u00f6nnen so auch Aspekte des storytellings umgesetzt werden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Zentrale Themen des Raumlaufs sind zudem der gegenseitige Fokus sowie die gegenseitige Wahrnehmung und das Aufgreifen, als auch das Weiterentwickeln von K\u00f6rperimpulsen von anderen Anwesenden. Damit ist der Raumlauf oftmals eine gute Option f\u00fcr das Aufw\u00e4rmen f\u00fcr verschiedene Variationen von Assoziationsspielen sowie f\u00fcr szenisches Arbeiten, vor allem da es beim bewussten Gehen auch um unterschiedliche Charaktereigenschaften, die Biographien von verschiedenen Menschen geht.\u00a0<a href=\"https:\/\/improflair.at\/momentum\/kb\/raumlauf\/\">mehr<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Spiegeln \/ Kopieren<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine Grundform des Spiegelns und des Kopierens ist, einander gegen\u00fcber oder nebeneinander zu stehen und semiotische Impulse des\/der anderen so genau wie m\u00f6glich nachzuvollziehen bzw. synchron umzusetzen. Spiegeln bedeutet dabei die Idee sich vorzustellen man\/frau sei selbst das synchrone oder leicht verz\u00f6gerte Spiegelbild der anderen Person(en).<\/p>\n\n\n\n<p>Spiegeln und kopieren sind zudem wichtige Gestaltungselemente f\u00fcr den Raumlauf und die K\u00f6rperbilder. <a href=\"https:\/\/improflair.at\/momentum\/kb\/spiegeln-kopieren\/\">mehr<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Szenisches Arbeiten<\/h2>\n\n\n\n<p> Die Kombination von Mimik, Gestik, Lauten, Gesang und sprachlichen Elementen kann ebenso als Einzelarbeit umgesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Begriff \u201eSzene\u201c darf nicht einfach mit einer Sequenz aus einem klassischen Theaterst\u00fcck, z. B. der Balkonszene aus Romeo und Julia, gleichgesetzt werden. Szenen k\u00f6nnen, wie schon angesprochen, aus sehr kurzen Dialogen und Bewegungsabl\u00e4ufen bestehen bzw. v\u00f6llig ohne Sprache auskommen. Dabei braucht es keine B\u00fchne im herk\u00f6mmlichen Sinn, sondern, im Sinn von Peter Brook, einen Ort im Raum, der von Personen betreten und wieder verlassen wird .<\/p>\n\n\n\n<p>Als Ausgangspunkte genutzt werden hierf\u00fcr h\u00e4ufig scheinbar banale Alltagshandlungen, wobei Prinzipien der Verfremdung eine besondere Bedeutung haben. Hier wird Forumtheater nach Augusto Boal als eine m\u00f6gliche Form der Umsetzung von szenischen Arbeiten, auch im Sinn der Angewandten Improvisation, betrachtet. ForumtheatermacherInnen arbeiten auch zum Teil mit einem \u00fcber eine l\u00e4ngere Zeit hinweg erarbeitetes und im Sinn des konventionellen Theaters einge\u00fcbten Szenenmaterial. Genauso gibt es jedoch auch Varianten, bei der improvisierte Kurzszenen als Ausgangsmaterial genutzt werden, um im gemeinsam Arbeiten Handlungsoptionen f\u00fcr die ProtagonistInnen zu entwickeln. Zum Einsatz kommt dabei unter anderem das Zeitungstheater: Dabei werden Zeitungsausschnitte in verschiedenster Weise gelesen und kombiniert. Als eine weitere Option f\u00fcr das szenische Arbeiten ist das \u201eErz\u00e4hltheater\u201c: Dabei erz\u00e4hlt eine Person einen Handlungsablauf und alle Anwesenden steigen spontan in die Rollen der Agierenden ein oder verk\u00f6rpern Elemente der Umgebung (z. B. B\u00e4ume im Wald). Wird weitererz\u00e4hlt, steigen alle wieder aus diesen Rollen aus und k\u00f6nnen in weiteren Sequenzen andere Figuren verk\u00f6rpern. Die Spielenden bekommen dabei von der erz\u00e4hlenden Person immer wieder Freir\u00e4ume, um selbst Dialogzeilen einbringen zu k\u00f6nnen, alsoeine Variante des Improtheater-Formats \u201eTypewriter\u201c. <a href=\"https:\/\/improflair.at\/momentum\/kb\/szenisches-arbeiten\/\">mehr<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr alle Improvisationsmethoden ist ein Publikum im herk\u00f6mmlichen Sinn keine Voraussetzung, ebenso wenig wie eine konventionelle B\u00fchne. Assoziationsmethoden Eine sehr basale Form ist im Kreis zu stehen \u2013 wobei dies grunds\u00e4tzlich auch in Tandems umsetzbar ist \u2013 und aufeinander zu zeigen oder Impulse mit Hilfe von Klatschen weiterzugeben. 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