{"id":2623,"date":"2020-11-02T14:18:18","date_gmt":"2020-11-02T13:18:18","guid":{"rendered":"https:\/\/improflair.at\/momentum\/?page_id=2623"},"modified":"2020-11-03T20:08:40","modified_gmt":"2020-11-03T19:08:40","slug":"kompetenzorientiert","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/improflair.at\/momentum\/kompetenzorientiert\/","title":{"rendered":"Kompetenzorientiert"},"content":{"rendered":"\n<p>Metthoden und Haltungen der Angewandten Imrpovisation unterst\u00fctzen in verschiedensten Kontexten eine kompetenzorientierte Vorgangsweise. Also sowohl in allen Lernsettings als auch generell in der Weiterentwicklung als Einzelperson oder als Team. <\/p>\n\n\n\n<p>Teilnehmende k\u00f6nnen also eigene F\u00e4higkeiten und (explizites &amp; intuitives) Wissen wertsch\u00e4tzend wahrnehmen, Ziele f\u00fcr deren Weiterentwicklung definieren, angehen und reflektieren sowie Handlungsoptionen f\u00fcr den Einsatz in verschiedenen Lebensrealit\u00e4ten entwickeln bzw. analysieren. Wobei ein zentraler Aspekt ist, dass sie dabei sehr stark eigenst\u00e4ndig, selbstorganisiert und selbstbestimmt vorgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Improvisationsmethoden unterst\u00fctzen in Lernsettings, \u201eto review, apply, synthesize, or evaluate any content to facilitate learning.\u201d (Berk &amp; Trieber, 2009, S. 54). Gleichzeitig geschieht w\u00e4hrend der Umsetzung der Methoden ein Lernprozess (vgl. Rajeev &amp; Kalpathi, 2015). \u201e\u2026it promotes deep learning through the active engagement with new ideas, concepts, or problems; linking the activities or tasks to prior learning; applying the content to real-life applications; and evaluating the logic and evidence presented.\u201d (S. 48). Details gibt es auf dieser WebSite zu folgenden Schl\u00fcsselkompetenzen:<\/p>\n\n\n\n<ul><li><a href=\"https:\/\/improflair.at\/momentum\/kompetenzorientiert\/kooperation-und-kollaboration\/\">Kooperation, Kollaboration<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/improflair.at\/momentum\/kompetenzorientiert\/auf-dem-weg-zu-neuen-ideen\/\">Auf dem Weg zu neuen Ideen<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/improflair.at\/momentum\/kompetenzorientiert\/partizipation\/\">Partizipation<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/improflair.at\/momentum\/kompetenzorientiert\/selbstwirksamkeitserwartung\/\">Selbstwirksamkeitserwartung<\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/improflair.at\/momentum\/kompetenzorientiert\/integritat\/\">Integrit\u00e4t<\/a><\/li><li>Civic Engagement: <a href=\"https:\/\/improflair.at\/momentum\/kompetenzorientiert\/improvisationsmethoden-und-ihre-gesellschaftliche-relevanz\/\">Gesellschaftspolitische Relevanz<\/a><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Improvisationsmethoden k\u00f6nnen dazu beitragen:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>\u201ebuild trust,<\/li><li>foster teamwork and better brainstorming<\/li><li>improve communication and presentation skills,<\/li><li>promote creative problem solving,<\/li><li>respond quickly and decisively to unanticipated challenges,<\/li><li>think on their feet and recognize opportunities as they arise,<\/li><li>increase their comfort level with change and willingness to take risks, and<\/li><li>manage change and promote a supportive, improvisational corporate culture.\u201c (Berk &amp; Trieber, 2009, S. 3).<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Ebenso gef\u00f6rdert werden F\u00e4higkeiten der Schrift und Sprache, beispielsweise komplexe Texte und Textaufgaben zu verstehen sowie diese selbst zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Improvisationsmethoden sind demzufolge ebenso auf der Ebene von Fach- und Handlungskompetenzen eine wichtige Erg\u00e4nzung des Methodenrepertoires, helfen beim Verstehen, Analysieren, selbst Entwickeln, Anwenden usw. Erkl\u00e4rt werden kann dies damit, dass M\u00f6glichkeiten entstehen, sich mit Inhalten auf einer mentalen Ebene auseinanderzusetzen oder unkonventionelle Zug\u00e4nge zu diesen auszutesten und dabei eigene Grenzen neu zu definieren sowie diese zu \u00fcberschreiten. Gefragt und gefordert ist ebenso der ganze K\u00f6rper, ein holistisches Verstehen wird unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Theaterspielen und beim Einsatz von Improvisationsmethoden geht es nicht nur um das Erreichen bestimmter \u2013 im besten Fall im Tun gemeinsam entwickelter \u2013 (Bildungs)Ziele, sondern auch um die \u00e4sthetische Erfahrung, die gleichzeitig die pers\u00f6nliche Entwicklung f\u00f6rdert. <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eTheaterspielen f\u00f6rdert Kompetenzen im personalen, sozialen, kulturellen, k\u00fcnstlerischen, Handlungs- sowie Lern- und Leistungsbereich.\u201c (Domkowsky, 2011, S. 9). Es geschehen folglich Lernprozesse, die f\u00fcr alle Lebensbereiche Relevanz haben, dies gilt im gleichen Ma\u00dfe f\u00fcr Improvisationsmethoden: Lernende werden dabei unterst\u00fctzt Schl\u00fcsselkompetenzen an sich selbst \u2013 und anderen \u2013 wahrzunehmen, diese intensiv einzu\u00fcben und auszubauen sowie Optionen f\u00fcr den Einsatz in verschiedensten Lebenssituationen zu definieren, ebenso wie diese anzugehen. Der Einsatz von Theatermethoden f\u00fchrt demnach bei Jugendlichen zu einer Steigerung der Lernmotivation und f\u00f6rdert das selbstst\u00e4ndige Lernen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterst\u00fctzt werden zudem die schriftliche und m\u00fcndliche Ausdrucksf\u00e4higkeit, Probleml\u00f6sungs- und Konfliktf\u00e4higkeit, die Kooperationsbereitschaft, der Umgang mit Stress, Toleranz sowie die Bereitschaft politische und gesellschaftliche Prozesse aktiv mitzugestalten. Ebenso zu bemerken ist eine st\u00e4rkere innere Klarheit, wie das Studium zu einem Ende gebracht werden kann und welche Optionen anschlie\u00dfend angestrebt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Boland und Cameron (2005) verweisen auf Paulo Freire, der sich stark mit dem Thema Literacy, im Sinne der F\u00e4higkeit des Schreibens, besch\u00e4ftigt hat sowie wie Menschen dabei unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen, ihren Anliegen \u00f6ffentlich Geh\u00f6r zu verschaffen. Ein Aspekt davon ist \u2013 auch in Bezug auf digital literacy \u2013 die kritische Auseinandersetzung und Analyse von Medieninhalten bzw. mit \/ von den dahinterliegenden Produktionsvorg\u00e4ngen. Aus Freires Sicht braucht es dazu die Ausbildung eines Vokabulars, das eben u. a. mit Improvisationsmethoden gebildet, einge\u00fcbt und erweitert werden kann. Als Technik empfehlen Boland und Cameron das Zeitungstheater von Augusto Boal. Dabei werden u. a. Berichte aus Printmedien reinszeniert, wobei verschiedene Verfremdungstechniken zum Einsatz kommen, um auf den ersten Blick vielleicht nicht sichtbare Botschaften hinter dem Gedruckten sichtbar zu machen, wie etwa Kommunikationsstrategien von bestimmten JournalistInnen bzw. HerausgeberInnen von Printmedien. Gleichzeitig erfolgt durch die intensive Auseinandersetzung mit Texten, der Aufgabe diese zu verfremden und zu reinszenieren ein Empowerment, unter anderem da neues Sprachmaterial zur Verf\u00fcgung steht, ausgehend von einer tiefgehenden Form der Reflexion.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig \u00fcbernehmen Lernende dadurch selbst Verantwortung, in einem intensiven Ausma\u00df, bringen Inhalte und Analysen ein, treiben Lernprozesse voran und liefern vielf\u00e4ltige Bausteine f\u00fcr diesen:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWe set assignments that require enacted representations that promote the students use of assumed roles. This tactic empowers students to construct a range of rolebased communication initiatives that can explore multiple responses to a given topic. This approach enables participants to ignore the imperative of the \u201cbanking concept of eduction\u201d &#8211; namely, that their principle role is to reply to the lecturer\u2019s questions with the \u201cright\u201d answer.\u201d (Boland &amp; Cameron, 2005, S. 8).<\/p>\n\n\n\n<p>Genannt werden muss an dieser Stelle erg\u00e4nzend das Feld von <em>Civic Engagement<\/em>, also b\u00fcrgerschaftliches Engagement, das viele Elemente des im vorangegangen Abschnitt und dem hier bisher Geschriebenen beinhaltet. In der Literatur finden sich einige Hinweise auf den Einsatz von theatralen Methoden ebenso wie von Improvisationstechniken als Beitrag, um Grundlagen und Schl\u00fcsselkompetenzen gerade auch bei Studierenden zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Literatur<\/p>\n\n\n\n<p>Berk, R. A. &amp; Trieber, R. H. (2009). Whose classroom is it anyway? Improvisation as a Teaching Tool. Journal on Excellence in College Teaching, 20(3), S. 29 \u2013 60.<\/p>\n\n\n\n<p>Boland, G., &amp; Cameron, D. (2005). Newspaper Theatre: Applying performancebased learning to journalism education. Pr\u00e4sentiert bei der Journalism Education Association Conference, Griffith University.<\/p>\n\n\n\n<p>Domkowsky, R. (2011): <a href=\"https:\/\/opus4.kobv.de\/opus4-udk\/frontdoor\/index\/index\/docId\/25\">Theaterspielen \u2013 und seine Wirkungen<\/a>. Berlin. Dissertation an der Universit\u00e4t der K\u00fcnste<\/p>\n\n\n\n<p>Rajeev P. N. &amp; Kalpathi S. (2015). <a href=\"https:\/\/www.iimk.ac.in\/websiteadmin\/FacultyPublications\/WorkingPapers\/175fullp.pdf?t=22\">Readying for change: use of improvisation in change management training<\/a>. Working Paper. Indian Institute of Management Kozhikode<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Metthoden und Haltungen der Angewandten Imrpovisation unterst\u00fctzen in verschiedensten Kontexten eine kompetenzorientierte Vorgangsweise. Also sowohl in allen Lernsettings als auch generell in der Weiterentwicklung als Einzelperson oder als Team. 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